Die neun Kriterien des DSM-5

Das DSM-5 der American Psychiatric Association aus dem Jahr 2013 beschreibt neun Kriterien für eine Glücksspielstörung. Sie erfassen unter anderem Veränderungen des Spielverhaltens, Schwierigkeiten mit der Kontrolle und Folgen für den Alltag. Für die Diagnose zählt nicht ein einzelnes Anzeichen, sondern das Gesamtbild innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Die Kriterien bieten eine fachliche Grundlage, ersetzen aber keine individuelle Beurteilung.

Die Kriterien im Überblick

Nach dem DSM-5 müssen innerhalb von zwölf Monaten mindestens vier der neun Kriterien erfüllt sein. Zusätzlich muss das Glücksspielverhalten klinisch bedeutsame Beeinträchtigungen oder Leiden verursachen.

Neun Kriterien der Glücksspielstörung nach DSM-5
KriteriumErklärung
1. ToleranzEs werden zunehmend höhere Geldbeträge eingesetzt, um die gewünschte Spannung oder Erregung zu erreichen. Frühere Einsätze reichen dafür nicht mehr aus.
2. Unruhe oder ReizbarkeitBeim Versuch, das Glücksspiel einzuschränken oder aufzugeben, treten Unruhe oder Reizbarkeit auf. Gemeint sind Reaktionen im Zusammenhang mit dem Reduzieren oder Beenden des Spielens.
3. KontrollverlustWiederholte Versuche, das Glücksspiel zu kontrollieren, zu verringern oder zu beenden, bleiben erfolglos. Entscheidend ist das wiederkehrende Scheitern solcher Bemühungen.
4. Starke gedankliche BeschäftigungDie Gedanken kreisen häufig um vergangene Spielerlebnisse, die Planung des nächsten Spiels oder Möglichkeiten, Geld für das Glücksspiel zu beschaffen.
5. Spielen bei BelastungGespielt wird häufig, wenn belastende Gefühle wie Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Niedergeschlagenheit auftreten. Das Glücksspiel steht dabei zeitlich mit solchen Belastungen in Verbindung.
6. VerlustjagdNach einem Geldverlust kehrt die Person häufig an einem anderen Tag zurück, um das verlorene Geld zurückzugewinnen. Dieses Weiterspielen nach Verlusten wird auch als Verlustjagd bezeichnet.
7. VerheimlichenDas Ausmaß der Glücksspielbeteiligung wird gegenüber anderen verschleiert oder durch Lügen verborgen. Betroffen sein können etwa Häufigkeit, Einsätze oder finanzielle Folgen.
8. Gefährdete Beziehungen oder ChancenWichtige Beziehungen, eine Arbeitsstelle, die Ausbildung oder berufliche Möglichkeiten wurden durch das Glücksspiel gefährdet oder gingen verloren.
9. Finanzielle Unterstützung durch andereAndere Menschen werden um Geld gebeten, um eine durch das Glücksspiel verursachte verzweifelte finanzielle Lage zu bewältigen. Das Kriterium bezieht sich auf diese Abhängigkeit von finanzieller Hilfe.

Das Verhalten darf nicht besser durch eine manische Episode erklärt werden. Eine Diagnose stellen ausschließlich entsprechend qualifizierte Fachpersonen; die Kriterien dienen der allgemeinen Information und sind keine Selbstdiagnose.

Schweregrade leicht, mittel und schwer

Der DSM-5-Schweregrad richtet sich nach der Zahl der erfüllten Kriterien und wird in drei Stufen eingeteilt.

  • Leicht: Vier oder fünf Kriterien sind erfüllt. Das bezeichnet die niedrigste DSM-5-Ausprägung; ausschlaggebend bleibt die Kriterienzahl, nicht ein einzelnes Verhalten.
  • Mittel: Sechs oder sieben Kriterien sind erfüllt. Damit liegt die Zahl der festgestellten Merkmale zwischen der leichten und der schweren Ausprägung.
  • Schwer: Acht oder neun Kriterien sind erfüllt. Diese Stufe umfasst somit fast alle oder sämtliche im DSM-5 aufgeführten Kriterien.
  • Änderung gegenüber DSM-IV: Die diagnostische Schwelle wurde von fünf auf vier Kriterien gesenkt; das frühere Kriterium zu illegalen Handlungen wurde entfernt.

Unabhängig von der Stufe darf das Verhalten nicht besser durch eine manische Episode erklärbar sein. Der Schweregrad beschreibt die Anzahl erfüllter Kriterien und ersetzt keine fachliche Beurteilung.

ICD-10 und ICD-11

Die Internationale Klassifikation der Krankheiten, kurz ICD, ordnet Diagnosen einheitlichen Codes zu. Ärztinnen und Ärzte verwenden diese Codes für medizinische Dokumentation und für die standardisierte Übermittlung von Diagnosedaten. Auch bei Abrechnung und Gesundheitsstatistik spielen sie eine wichtige Rolle; die konkreten Abläufe richten sich nach den jeweils geltenden Regelungen. Bei der Glücksspielstörung unterscheiden sich ICD-10 und ICD-11 vor allem darin, welcher diagnostischen Gruppe sie zugeordnet wird. Diese Einordnung prägt die klinische Perspektive und kann Vergleiche in Forschung und Versorgung beeinflussen.

Pathologisches Spielen in der ICD-10

Die ICD ist die von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebene Internationale Klassifikation der Krankheiten. Sie stellt einheitliche Bezeichnungen und Codes bereit, damit Diagnosen in der Versorgung und in statistischen Auswertungen vergleichbar dokumentiert werden können. In der ICD-10 trägt pathologisches Spielen den Code F63.0. Die Bezeichnung unterscheidet sich damit von der im DSM-5 verwendeten Terminologie, auch wenn beide Klassifikationssysteme psychische Störungen beschreiben.

F63.0 ist der Gruppe F63 „Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle“ zugeordnet. Diese Einordnung betrachtet das wiederholte Spielen vor allem als Verhalten, dessen Kontrolle beeinträchtigt ist. Der Code steht innerhalb eines Bereichs, zu dem weitere Störungen der Impulskontrolle gehören; er bezeichnet keine substanzgebundene Abhängigkeit. Das ist eine Aussage über die Systematik der ICD-10 und allein noch keine vollständige klinische Beschreibung eines individuellen Krankheitsverlaufs.

In Deutschland dient die ICD-10-GM, die deutsche Modifikation der ICD-10, als maßgebliches System für die routinemäßige Verschlüsselung von Diagnosen. Ärztinnen und Ärzte halten damit unter anderem fest, welche Diagnose einer Behandlung zugrunde liegt. Die standardisierte Kodierung unterstützt Abläufe in der medizinischen Dokumentation und ist für Abrechnungsprozesse sowie die Erhebung von Gesundheitsdaten relevant. Versicherer erhalten Diagnoseschlüssel im Rahmen geregelter Verfahren; der Code allein bestimmt jedoch nicht automatisch eine konkrete Leistung oder deren Bewilligung.

Für die klinische Praxis macht die Zuordnung zu den Impulskontrollstörungen eine bestimmte Sichtweise sichtbar: Im Vordergrund steht ein wiederkehrendes Verhalten, das sich der willentlichen Steuerung entzieht. Diese Kategorie kann die Formulierung einer Diagnose strukturieren, legt aber keine einzelne Behandlung fest. Fachpersonen beziehen bei der Versorgung zusätzlich den individuellen Verlauf, Begleiterkrankungen und die konkreten Folgen des Spielens ein. Der ICD-10-Code ist daher ein gemeinsamer Dokumentationsschlüssel, nicht die gesamte klinische Einschätzung.

Auch für die Forschung ist die Kategorie relevant. Studien, die ICD-10-Daten auswerten, finden pathologisches Spielen unter F63.0 und können es dadurch mit anderen Diagnosen derselben Obergruppe vergleichen. Solche Vergleiche spiegeln die damalige Ordnung der ICD wider; sie sagen nicht aus, dass alle Störungen innerhalb von F63 dieselben Ursachen oder denselben Behandlungsbedarf haben. Bei älteren deutschen Versorgungsdaten ermöglicht der einheitliche Code, dokumentierte Fälle über verschiedene Einrichtungen hinweg statistisch zu erfassen.

Die Glücksspielstörung in der ICD-11

Die ICD-11 bezeichnet die Diagnose als Glücksspielstörung und führt sie unter dem Code 6C50. Sie steht in der Gruppe „Störungen durch suchtartiges Verhalten“, die zum Kapitel über psychische, Verhaltens- und neuronale Entwicklungsstörungen gehört. Damit ist das Glücksspiel nicht mehr der Gruppe der abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle zugeordnet, wie es in der ICD-10 der Fall ist. Der Wechsel betrifft die diagnostische Systematik und ihre fachliche Einordnung.

Die Gruppe der Störungen durch suchtartiges Verhalten ordnet Verhaltensweisen ein, die ein suchttypisches Muster aufweisen, obwohl keine psychoaktive Substanz eingenommen wird. Innerhalb dieser Gruppe unterscheidet die ICD-11 die Glücksspielstörung (6C50) von der Computerspielstörung (6C51). Die getrennten Codes machen es möglich, diese Verhaltensbereiche in Diagnostik, Dokumentation und Forschung jeweils eigenständig zu erfassen. Sie bedeuten nicht, dass Glücksspiel und Computerspielen gleichzusetzen wären.

Die neue Kategorie verschiebt den Schwerpunkt der klinischen Einordnung: Statt das Glücksspiel vorrangig als Problem der Impulskontrolle zu klassifizieren, verortet sie es bei den Störungen mit suchtartigem Verhalten. Das kann die fachliche Beschreibung von Glücksspielproblemen prägen und erleichtert es, Forschungsfragen zu Verhaltenssüchten systematisch zu untersuchen. Eine Kategorie ersetzt jedoch nicht die individuelle Beurteilung und schreibt keine bestimmte Behandlung vor. Therapieentscheidungen richten sich weiterhin nach dem jeweiligen Bedarf und dem gesamten klinischen Bild.

Für die Forschung kann die neue Gruppierung Vergleiche mit anderen Störungen durch suchtartiges Verhalten unterstützen. Zugleich muss bei der Auswertung älterer und neuerer Daten berücksichtigt werden, dass F63.0 und 6C50 in unterschiedlichen diagnostischen Gruppen stehen. Eine Übertragung zwischen den Codes ist deshalb nicht automatisch inhaltlich deckungsgleich: Studien müssen angeben, welches Klassifikationssystem und welche Fassung sie verwenden. Andernfalls können Unterschiede in Fallzahlen oder Ergebnissen fälschlich als Veränderungen der Erkrankung gedeutet werden.

In Deutschland hängt die praktische Kodierung davon ab, welche Fassung des ICD-Systems für den jeweiligen Dokumentations- und Abrechnungsvorgang verbindlich ist. Für die Routinekodierung wird die deutsche Modifikation der ICD-10 verwendet; die ICD-11 dient als aktualisierte internationale Klassifikation und muss für konkrete deutsche Abläufe in die jeweils geltenden Vorgaben eingeordnet werden. Ärztinnen und Ärzte sowie Einrichtungen können daher nicht allein aus dem internationalen Code 6C50 ableiten, welcher Schlüssel in jedem deutschen Verfahren einzutragen ist.

Auch Versicherer und Kostenträger nutzen Diagnoseschlüssel im Rahmen festgelegter Verwaltungs- und Abrechnungsprozesse. Ein Wechsel der Klassifikation kann deshalb Anpassungen bei Dokumentationssystemen, Datenvergleichen und statistischen Auswertungen erforderlich machen. Für die Versorgung ist entscheidend, dass der verwendete Code zur geltenden Kodierregel passt und die klinische Diagnose nachvollziehbar dokumentiert ist. Die neue Zuordnung bietet eine andere fachliche Perspektive, während der konkrete Code weiterhin von den jeweiligen nationalen Vorgaben abhängt.

Vom Laster zur anerkannten Störung

Die diagnostische Einordnung des problematischen Glücksspiels hat sich mit dem Wandel psychiatrischer Erklärungsmodelle verändert. Im Mittelpunkt stand zunächst die eingeschränkte Kontrolle eines Verhaltens, später rückten Merkmale in den Vordergrund, die auch bei Abhängigkeitserkrankungen untersucht werden. Diese Entwicklung beeinflusste, welche Gemeinsamkeiten Forschende prüften und welche Behandlungsansätze sie auf Glücksspielprobleme übertrugen. Die Glücksspielstörung nach DSM-5 ist eine anerkannte klinische Diagnose, die von Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten verwendet wird.

DSM-III 1980

Mit dem DSM-III wurde pathologisches Spielen 1980 erstmals als eigenständige Diagnose in die psychiatrische Klassifikation aufgenommen. Es stand in der Kategorie der Impulskontrollstörungen, die nicht an anderer Stelle eingeordnet waren. Ausschlaggebend war damit vor allem die Vorstellung, dass Betroffene einen wiederkehrenden Drang zum Spielen nur schwer kontrollieren können. Die Diagnose beschrieb das Glücksspiel zunächst als problematisches Verhalten, nicht als Abhängigkeit von einer psychoaktiven Substanz.

Diese Zuordnung war kategorisch bedeutsam: Sie stellte Glücksspielprobleme in eine Gruppe mit Störungen, bei denen eine beeinträchtigte Impulskontrolle im Vordergrund steht. Das erklärte, weshalb eine Person trotz negativer Folgen wiederholt spielte, ohne dafür eine eingenommene Substanz vorauszusetzen. Die Einordnung als Impulskontrollstörung bedeutete jedoch nicht, dass die Folgen geringfügig oder absichtlich herbeigeführt waren. Finanzielle Verluste, Konflikte in Beziehungen und Einschränkungen im Alltag konnten auch unter dieser damaligen Klassifikation erhebliche Belastungen darstellen.

Die frühe Kategorie prägte, welche Fragen in der Forschung gestellt wurden: Untersucht wurden insbesondere Drang, Kontrollverlust und das wiederholte Nachgeben gegenüber einem Impuls. Für die klinische Beschreibung bot sie einen gemeinsamen diagnostischen Rahmen, trennte Glücksspiel aber zunächst stärker von substanzbezogenen Abhängigkeiten. Diese Sichtweise wurde später überprüft, als Studien und klinische Beobachtungen Gemeinsamkeiten im Erleben und Verlauf sichtbar machten.

Neueinordnung im DSM-5 2013

Im DSM-5 von 2013 wurde die Diagnose aus der Gruppe der Impulskontrollstörungen in das Kapitel „Störungen im Zusammenhang mit Substanzgebrauch und abhängige Störungen“ verschoben. Die Fachgruppe begründete diese Änderung mit einer Reihe von Ähnlichkeiten zu stoffgebundenen Suchterkrankungen. Dazu zählen Veränderungen in Belohnungs- und Lernprozessen: Glücksspielreize können starkes Verlangen auslösen, und Gewinne oder beinahe erzielte Gewinne können das Verhalten durch unmittelbare Belohnungserwartungen verstärken. Untersuchungen zu diesen Vorgängen machten Glücksspielverhalten mit Mechanismen vergleichbar, die auch bei Abhängigkeitserkrankungen erforscht werden.

Auch im klinischen Erscheinungsbild gibt es Überschneidungen. Bei einer Glücksspielstörung können anhaltendes Verlangen, beeinträchtigte Kontrolle und das Fortsetzen des Spielens trotz nachteiliger Folgen auftreten. Der Verlauf kann zudem von wiederholten Phasen intensiven Spielens und zwischenzeitlicher Besserung geprägt sein. Solche Merkmale ähneln in wichtigen Punkten dem Verlauf stoffgebundener Abhängigkeiten. Die Einordnung als abhängige Störung bedeutet dabei nicht, dass Glücksspiel und Drogenkonsum dieselbe Ursache oder in jedem Detail denselben Krankheitsverlauf haben.

Mit der Neueinordnung erhielt die Glücksspielstörung einen festen Platz in der Suchtforschung. Studien konnten Belohnungsverarbeitung, Reizreaktivität, Impulskontrolle und Begleiterkrankungen stärker gemeinsam mit Befunden zu substanzbezogenen Störungen untersuchen. Auch Fragen zum langfristigen Verlauf und zu Faktoren, die Rückfälle begünstigen, ließen sich in vergleichbaren Forschungsrahmen bearbeiten. Das erleichterte den Austausch zwischen Forschungsbereichen, ohne die besonderen sozialen und finanziellen Folgen des Glücksspiels aus dem Blick zu verlieren.

Für die Behandlung wurde dadurch deutlicher, dass Ansätze aus der Suchttherapie geprüft und an Glücksspielprobleme angepasst werden können. Dazu gehören etwa die kognitive Verhaltenstherapie, die problematische Denkmuster und spielbezogene Auslöser bearbeitet, sowie motivierende Gesprächsführung zur Stärkung der Veränderungsbereitschaft. Die Diagnose und Behandlung der Glücksspielstörung werden von Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten anerkannt; eine Behandlung ist möglich. Die klinische Einordnung unterstützt dabei ein Verständnis als behandelbare Störung statt einer bloßen moralischen Bewertung des Spielverhaltens.

Häufige Fragen zur Diagnose

Glücksspiel ist in Deutschland grundsätzlich erst ab 18 Jahren erlaubt und kann abhängig machen; bei der Einordnung einer möglichen Störung spielen die verwendeten Fachbegriffe eine Rolle.

Ist Spielsucht eine Krankheit?

Ja: Eine Glücksspielstörung gilt in der klinischen Einordnung als psychische Störung und wird nicht bloß als Charakterschwäche oder schlechtes Verhalten verstanden. „Spielsucht“ ist die geläufige Alltagssprache; im DSM-5 lautet der Fachbegriff „Glücksspielstörung“ beziehungsweise „Störung durch Glücksspielen“. Ob eine konkrete Person betroffen ist, lässt sich daraus nicht ableiten, sondern nur nach fachlicher Untersuchung beurteilen.

Wer stellt die Diagnose?

Die Diagnose stellen Ärztinnen und Ärzte oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten nach einer fachlichen Untersuchung und einem strukturierten Gespräch. Dabei werden das Glücksspielverhalten, dessen Verlauf und mögliche Auswirkungen auf Alltag, Beziehungen oder die finanzielle Situation beurteilt; je nach Fall kommen weitere diagnostische Fragen hinzu. Ein Selbsttest im Internet kann höchstens Hinweise zur Selbstreflexion liefern, ersetzt aber weder die Untersuchung noch eine klinische Diagnose.

Was ist der Unterschied zwischen Spielsucht und Glücksspielstörung?

„Spielsucht“ ist ein verbreiteter Alltagsausdruck, aber keine genaue Bezeichnung eines Diagnoseschlüssels. Das DSM-5 verwendet „Glücksspielstörung“ beziehungsweise „Störung durch Glücksspielen“, während die ICD-10 die Bezeichnung „pathologisches Spielen“ führt. Die Begriffe benennen klinische Einordnungen desselben Problembereichs, stammen jedoch aus unterschiedlichen Klassifikationssystemen; im fachlichen Gespräch ist die jeweilige Systembezeichnung präziser.